1.  R E P O R T

WEITERQUALIFIKATION   zum   WERKZEUGKONSTRUKTEUR

für Schnitt-, Stanz- und Biegewerkzeuge


Sehr erfreulich war die Resonanz auf unsere Veranstaltung zu diesem 8-tägigen Kompaktkurs für Konstrukteure in Iserlohn, Teil A vom 05. bis 08. November 2002 und Teil B vom 03. bis 06. Dezember 2002.

In den ersten 2 Tagen wurden zunächst einmal die notwendigen Konstruktionsgrundlagen vermittelt. Am 3. und 4. Tag stellte Herr Dipl.-Ing. Johannes Haack sehr intensiv, sehr detailliert eine Vielzahl von Konstruktionsbeispielen aus der Praxis vor.

So gerüstet erhielt dann jeder Teilnehmer eine sog. „Praxis“-Hausaufgabe“, die im Teil B ausführlich mit den Referenten und den Teilnehmern diskutiert wurde.

An dieser Stelle möchten wir erwähnen, dass alle Teilnehmer hervorragend diese Aufgabe bewältigten – von 100 zu erreichenden Punkten lag die durchschnittliche Punktzahl dieser Teilnehmergruppe bei 97  Punkten – ein absolut herausragendes Ergebnis.

Nach der intensiven Arbeit der ersten 6 Tage stellte die Betriebsbesichtigung bei der Firma Ing. Lang und Menke GmbH in Hemer eine kleine Verschnaufpause dar. Unser Dank geht hier an die Firma, die diese sehr gut vorbereitete Betriebsführung zu einem Highlight für die Teilnehmer werden ließ.

Der letzte Tag zeigte den Teilnehmern die vielfältigen Möglichkeiten eines CAD-Arbeitsplatzes auf. Gleichzeitig wurden hier auch die neuesten Entwicklungen  in Bezug auf das CAM-Arbeitsumfeld dargestellt.
Hier wurden folgende  Praxiseinsätze eingehend behandelt:
        -   Herstellung von Stempel und Matrize durch funkenerosives Schneiden
        -   Herstellung von Elektroden
        -   Hinweise zur High Speed Cutting Bearbeitung               

Die vielen positiven Kommentare der Teilnehmer zu diesem Kurs sind nachfolgend aufgeführt, damit Sie einen „kleinen“ Vorgeschmack  auf dieses interessante Seminar erhalten.

Die Praxisnähe war im Seminar gegeben. Die verschiedenen Hausaufgaben waren sehenswert.
Ganz interessant war die Betriebsbesichtigung.
- Alfons Stöckler, Carl Schlösser GmbH & Co KG, Mengen  
Durch die Referenten und Aufgaben, die wir Teilnehmer vortragen durften, wurde die Vielfalt 
der Anforderungen aufgezeigt und erweiterte vielen von uns den beruflichen Horizont.        
- Klaus Wimmer, Eudora GmbH, A-Wels  
Teil A ist stark am Feinstanzen orientiert, was aber zur Sensibilisierung gegenüber
Einflussgrößen wie Toleranzen jeglicher Art, Verschleiß, Schmierung, Aufbiegung, Schwingungen usw. beiträgt. Des weiteren können Gestaltungsvorschläge für Senkungen, Durchzüge u.a. auch auf das Normalstanzen übertragen werden. Die Hausaufgabe zwischen Teil A und B trägt zum aktiven Mitmachen der Teilnehmer bei und gibt dem Dozenten die Gelegenheit, auf Defizite hinzuweisen. Alles in allem war der Lehrgang, die Unterbringung und das Umfeld sehr gut organisiert.        
- Sigrid Andreas, Stanztechnik Treuenbrietzen Blechformteile GmbH, Treuenbrietzen
Die Ausführungen und Anregungen von Herrn Haack haben mir sehr gut gefallen, zumal er keiner  auch noch so schwierigen, auch vielleicht noch so „blöden“ Frage, ausgewichen ist. 
Sehr gut hat mir auch der Austausch von Erfahrungen und Gedanken der anderen Seminarteilnehmer gefallen.
Für die berufliche Praxis hat mir das Seminar gezeigt, dass ich viel mehr problem- und
zielorientiert arbeiten muss.        
- Dietmar Klute, BACO Metallwaren GmbH, Neuenrade
Man kann speziell auf die individuellen Belange des Einzelnen in diesem DIF-Seminar eingehen  und Erfahrungen und neue Eindrücke gut miteinander diskutieren.     
- Ralf Hoffmann, LOTEC-Loh GmbH & Co KG, Arnsberg
Kleine und mittelständische Betriebe wie wir können es sich nicht mehr leisten, in Sachen
Konstruktion herumzudoktern. Daher muss man sich weiterqualifizieren um standzuhalten.
Das Seminar gibt da gute Möglichkeiten mit auf den Weg. Praxisnähe und fundiertes 
Wissen der Referenten haben mich da ein ganzes Stück weitergebracht.        
- Claudius Treitz,  Pollmann & Sohn GmbH & Co KG, Kierspe
Der Inhalt des Seminars war sehr gut ausgewählt. Probleme konnten angesprochen und 
gelöst werden. Für Schmiedeteile nur bedingt empfehlenswert.        
- Frank Engelmann, Broch-Adler-Umformtechnik GmbH & Co KG, Solingen
Das Seminar war gut, besonders die Hausaufgabe. So hat man auch mal kleine Einblicke
in andere Sparten der Stanztechnik erhalten. Die Referenten waren kompetente Fachleute, 
die die Grundlagen gut verständlich vermittelt haben.
- Frank Langer, W. Hautau GmbH, Helpsen
Die Vorträge waren sehr praxisorientiert und auch technisch auf dem neuesten Stand.
Grundlagenwissen sollte zum Seminar vorhanden sein, um der Materie folgen zu können.
Für die eigene Konstruktionsarbeit konnten viele Anregungen aufgenommen werden.        
- Frank Adam, DURA Automotive Systems, Rotenburg  
Hohes fachliches Wissen der Referenten. Gut verständliche Vermittlung des   Seminarinhaltes.        
- Michael Huwer, Hager Electro GmbH, Saarbrücken-Ensheim  
Besonders beeindruckend fand ich die Vielfältigkeit der Teile der einzelnen Kursteilnehmer.
Auf Grund dieser Vielfältigkeit kann ich für meine berufliche Praxis eine ganze Menge der 
hier gesehenen Lösungen aufnehmen bzw. ableiten. Gerade durch die Art der Aufgabenstellung der Hausaufgabe, kam die Weite des Feldes in der Stanz- und Biegetechnik zum Vorschein.
Ich denke, für „Newcomer“-Konstrukteure ist die Art wie die Veranstaltung aufgebaut ist, gut
geeignet.        
- Jürgen Bryks, Velleuer GmbH & Co KG, Velbert  
Etwas zu viel Feinschneiden. Sehr gute Praxisnähe und Einbeziehung von Problemen und
Erfahrungen der Teilnehmer. Es ergibt sich eine sehr gute Vergleichsmöglichkeit eigener
Verfahrensweisen und anderer Möglichkeiten.       
- Volker Noffke, Stanzwerk Salzwedel GmbH & Co KG, Salzwedel  
Die Erkenntnis, dass viel mehr machbar ist !        
- Joachim Weiß, Carl Schlösser GmbH & Co KG, Mengen  
Das Seminar ist für die Zielgruppe Quereinsteiger in die Werkzeugkonstruktion sehr gut geeignet. Auf Grund der guten Vortragsweise der Referenten verläuft das Seminar sehr kurzweilig. Durch die Vielschichtigkeit der vorgestellten Hausaufgaben bekommt man 
einen guten Überblick über andere Werkzeugaufbauten.       
- Eckhardt Quent, Thüringische Weidmüller GmbH, Wutha-Fernrode 
Der Unterricht ist sehr praktisch bezogen. Jeder Referent steht für alle fachlichen Fragen zur
Verfügung, auch sehr speziellen. Die Hausaufgabe ist ein gutes Instrument um Projekte im
Betrieb zu beleben. Diese 8 Tage beim DIF zur Weiterqualifikation zum Werkzeugkonstrukteur
waren für mich ein Erfolg und hochinteressant. Die Betriebsbesichtigung - direkte Beachtung 
an  Werkzeugen, Maschinen - ist eine runde Sache zum praktischen Teil.         
- Olaf Parschau, DURA Automotive Systems, Rotenburg


Bemerkung in eigener Sache

Nach der Bewertungsskala 1 (sehr gut) bis 5 (mangelhaft) beurteilten
die Teilnehmer  den Teil A mit 1,8, den Teil B mit 1,6.


Renate Mattigkeit

Kempen, Dezember 2002